G’Day Mate – Australien Teil 1
- Rebecca

- 13. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Giftige Spinnen, tödliche Schlangen, räudige Dingos und gefräßige Salzwasserkrokodile. Alles in Australien will dich töten! So liest man es immer wieder. Wie um das Gegenteil zu beweisen gibt es auf dem Kontinent gleichzeitig die wohl süßesten Tiere, die man sich so vorstellen kann: Quokkas. Und die wollte ich unbedingt sehen. Daher begann unser Australienabenteuer vor inzwischen über drei Wochen an der Küste von Western Australia, in Perth.
Als erster Eindruck von Australien hat es und die Stadt durchaus angetan: die Stadt ist jung und irgendwie hip mit einer Menge Streetart, die Lage direkt am Swan River (der im Bereich rund um das Zentrum so breit ist, dass man das Gefühl hat, sich eher an einem großen See zu befinden als an einem Fluss) erzeugt eine schöne Atmosphäre, und der King’s Park, der größte Innenstadtpark der Welt (größer als Central Park in NY), ermöglicht es, dem Großstadttrubel für ein paar Stunden zu entfliehen und eine tolle Aussicht auf die Stadt zu genießen.
Unser erster Abend in Australien mit toller Skyline "First Contact" Statue Streetart in Perth Blick auf die Stadt vom King's Park Die ersten Cockatoos :-) verrückte Pflanzen gibt es hier...
Zwei Tage genügen dann aber auch, um das Wichtigste zu erkunden und deshalb fuhren wir am Morgen unseres dritten Tages in Oz nach Rottnest Island – der von mir lang ersehnte Besuch bei den Quokkas :-) Die Insel liegt ca. 20 km vor der Küste und wurde von den Niederländern Rottnest Island – Rattennestinsel - getauft, weil sie die Quokkas für Ratten hielten. Wie auch immer man das verwechseln kann, ist mir schleierhaft…
Die Fährfahrt von Perth dauert immerhin anderthalb Stunden, von denen man sich ca. eine Stunde auf dem Swan River bewegt und so eine „gratis“ Flussrundfahrt noch dazu bekommt (Die Fährfahrt ist jedoch so teuer, dass von gratis keine Rede sein kann) Die halbe Stunde auf dem offenen Meer rüber auf die Insel war ganz schön schaukelig, aber die Crew hat Wassereis verteilt und (ich wäre nie drauf gekommen, aber…) es hat geholfen.
Auf der Insel selbst haben wir zwei Tage verbracht und unsere erste Glampingerfahrung gemacht Wir sind eine Menge Fahrrad gefahren, hatten tolle Schnorchelerlebnisse in wunderschön blauem Wasser und haben – natürlich – ca. einhunderttausend Fotos von Quokkas gemacht. Diese kleinen (leider nachtaktiven) Beuteltiere sind wirklich so süß wie man es erwartet, allerdings war es etwas erschreckend, wie sehr sie auf menschliches Essen abfahren (was extrem ungesund ist für sie) und wie rücksichtlos viele Touristen sämtliche „Do not feed or touch the quokkas“-Schilder ignorieren, nur um ein Bild von oder mit den Tieren zu bekommen. Ansonsten interessieren sich die Quokkas nämlich zum Glück sehr wenig für die Menschen (leider aber zu viel für ihr Essen), was natürlich gut ist, aber das Schießen eines tollen Bildes leider erschwert. Nichtsdestotrotz hat sich der Besuch auf Rottnest Island absolut gelohnt. Die Quokkas sind zwar das Highlight, aber die Insel hat mit tollen Buchten und Stränden und anderen Tieren noch viel mehr zu bieten.
tolle Küstenlandschaft auf Rottnest Island Das Glampingzelt war größer als man ein Hotelzimmer, das wir bisher hatten Das erste Quokka :-) Pelikane gibt's auch. Unter Wasser Unter Wasser Die Quokkas kommen auch einfach mal auf die Terasse Sooo süß
Nach zwei Tagen auf der Insel fuhren mit der Fähre wieder aufs Festland, nach Fremantle. In diesem Vorort von Perth kann man sich ein paar Tage ganz entspannt treiben lassen. Wir sind viel durch die Stadt und ihre berühmte Markthalle gebummelt, waren lecker essen und haben Cocktails am Strand genossen. Allerdings hatten wir auch mal wieder Lust auf Kultur und ein bisschen Bildung und haben eine geführte Tour durch das alte Fremantle Prison gemacht. Einrichtungen dieser Art gibt es in Europa überhaupt nicht und somit war der Besuch dort unglaublich interessant und gleichzeitig auch etwas erschreckend.*
hübsche alte Gebäude im Herzen Fremantles hübsche alte Gebäude im Herzen Fremantles Shipwreck-Museum Round House - auch ein altes Gefängnis Fremantle Prison - das alte Convict Establishment Gefängniszelle - wer hinten schläft, kann halt nicht an den Toiletteneimer... Strandvibes :-) Frozen Yogurt zum selbst zusammenstellen - hat mich sehr glücklich gemacht :-D Selbst als Streetart sind sie noch süß Blick von der Mole
Unser Fazit zu einer Woche in Perth und Umgebung: Es hat uns richtig gut gefallen! Ein paar Tage in der Stadt zu verbringen, war nach längerer Zeit im Camper mal wieder eine nette Abwechslung und die tolle Küstenlandschaft und Fauna auf Rottnest Island waren den Besuch alle Mal wert! Ein schöner Einstieg in die Erkundung des Kontinents.
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*Die Kurzfassung: Das Fremantle Prison wurde als Convict Establishment errichtet, was bedeutet, dass Straftäter aus Großbritannien hierher verschifft und zur Strafarbeit gezwungen wurden. Dabei haben sie unter anderem ihr eigenes Gefängnis gebaut. Dies war gängige Praxis im ganzen Land.
Nachdem die britische Krone diese Praxis einstellte und Australien eigenständig geworden war, wurde die Einrichtung weiter als Hochsicherheitsgefängnis genutzt, aber: es wurden keine neuen Sanitäranlagen eingebaut. Bis ins späte 20 Jh. hinein (!) teilten sich mehrere Gefangene einen Eimer als Toilette in ihrer Zelle.
Erst 1991 wurde das Gefängnis geschlossen, unter anderem wegen mangelnder Hygiene – ach was...


Putzig 😍