Cameron Highlands und Ipoh – ein bisschen Abwechslung vom Trubel
- Rebecca

- 15. März
- 3 Min. Lesezeit

Tanah Rata
Nach vier Tagen in Kuala Lumpur hat uns eine ca. 4-stündige Busfahrt nach Tanah Rata, mitten in die Cameron Highlands, gebracht. Allein die Fahrt dahin war aufgrund der vielen Serpentinen schon recht abenteuerlich.
In den zwei Tagen, die wir im Hochland auf ca. 1500 m verbracht haben, konnten wir uns bei ca. 25 °C ein wenig von den Temperaturen im Tiefland erholen und ein paar Wanderungen unternehmen. Der Jungle Trek No. 9 führte uns über einen extrem steilen und abenteuerlichen Weg zum Robinson Waterfall, der durchaus beeindruckend war. Der Weg selbst war abgesehen vom Schwierigkeitsgrad jedoch nicht sehr spektakulär, da er überwiegend durch dichten Wald ohne Aussicht und fast ohne Tiere führte.
Der zweite Wasserfall, den wir uns angesehen haben, der Parit Fall, war über einen gemütlichen Spaziergang zu erreichen, was uns nach dem anstrengenden Aufstieg zurück vom Robinson Fall sehr recht war.
So hübsch die Wasserfälle an sich waren, konnte man sich leider bei keinem gemütlich hinsetzen wie wir gehofft hatten und hätte es aufgrund des Mülls auch gar nicht gewollt.
An unserem zweiten Tag haben wir uns einer geführten Tour angeschlossen, da die Sehenswürdigkeiten der Region recht weit auseinanderliegen und man ohne Auto nicht weit kommt. Diese Tour war ganz cool und hat uns auf den Coral Hill, zur BOH Teeplantage und einer Erdbeerfarm geführt. Erdbeeren werden hier viel angebaut, wobei wir vom Guide erfahren haben, dass die Setzlinge immer neu aus den Niederlanden eingeflogen werden. Die Besichtigung der Teeplantage und -felder war sehr cool, da es wirklich mal was ganz anderes war, Hügel über Hügel nur Tee zu sehen. Es hat mich ein bisschen an unsere Weinberge erinnert. Hier konnten wir im Café noch einen lokalen Tee probieren, der auch sehr lecker war.
Alles in Allem war der Trip in die Cameron Highlands okay. Die kühleren Temperaturen kamen gelegen und die Landschaft war sehr interessant. Die zwei Tage waren aber auch schon ziemlich großzügig, weniger würde auch reichen, um die Region zu erkunden, vor allem weil uns die Jungle Treks nicht überzeugt haben. Was uns aber sehr positiv überrascht hat: Eigentlich liest man fast überall, dass die Region nur noch touristisch ist und man keine authentischen Erfahrungen mehr machen kann. Das können wir so jedoch nicht bestätigen. Auch in Tanah Rata gibt es zum Beispiel einen Street Food Markt, auf dem überwiegend Einheimische unterwegs waren, auf den Wanderwegen waren wir fast komplett alleine unterwegs und auch die Teeplantage war nicht überlaufen.
Ipoh
Nach den zwei Tagen mit recht entspanntem Programm sind wir weiter nach Ipoh gefahren. Darauf hatte ich mich sehr gefreut, weil die Stadt gern als Geheimtipp angepriesen wird, und tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht! Ipoh ist eine total schöne, eher ruhige, saubere, interessante Stadt mit einer Menge Geschichte und Liebe zum Detail. Es gibt tolle Cafés, coole Geschäfte, eine Street Art Lane und den Heritage Trail, der an historisch relevanten Gebäuden der Stadt vorbeiführt.
Außerdem gibt es rund um Ipoh einige Felsentempel, ähnlich wie die Batu Caves, aber mit buddhistischen statt hinduistischen Tempeln. Einer, den wir gern sehen wollten, war zwar leider nach einen Erdrutsch geschlossen, aber wir konnten auf der anderen Seite der Stadt drei direkt nebeneinander liegende Tempel besichtigen. Der Sam Poh Tong Tempel war vor allem aufgrund seines kleines Teichs sehr schön, der Nam Thean Tong Tempel bestach durch coole Statuen und Höhlenmalereien und der Lin Seng Tong Tempel ist für seine liegende Buddhastatue bekannt.
Insgesamt geht es in Ipoh einfach viel ruhiger und weniger touristisch zu als z. B. in Malakka oder KL, aber nicht verschlafen, sodass es uns hier sehr gut gefallen hat! Nach einem Tag hat man die Stadt dann zwar auch gesehen, aber allein für die Atmosphäre hätte man auch noch ein bisschen länger bleiben können.







































Kommentare