Über die Grenze nach Malakka - Unsere ersten Eindrücke von Malaysia
- Rebecca

- 28. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Erster Abend in Malaysia
Die vierstündige Busfahrt über die Grenze von Singapur rüber nach Malakka in Malaysia ist ereignislos verlaufen und so konnten wir den ersten Abend in der alten Kolonialstadt noch voll genießen und einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Flusses und zu den verschiedenen Tempeln und Moscheen machen. Die Gegend um den Fluss ist dabei sehr touristisch. Rikschafahrer liefern sich einen Wettbewerb, wer den verrücktesten Wagen und die lauteste Musik hat, alle paar Minuten donnert ein Touriboot vorbei und am Flussufer wird man fast ununterbrochen in irgendeine Bar eingeladen.
Besser gefallen hat es uns, uns die Bäuche auf dem recht bekannten Jonker Walk Night Market vollzuschlagen. Normalerweise findet dieser nur am Wochenende statt, jedoch anscheinend auch vor Feiertagen (es war schließlich inzwischen Chinese New Year’s Eve), sodass wir uns auf der tagsüber stark befahrenen, abends jedoch für den Verkehr gesperrten Straße durch gebratene Wachteleier, Dumplings und asiatisches Bier probieren konnten.

Auf einer Bühne gab es ganz nettes Musikprogramm, da jedoch einige Menschen anfingen, mitten in der Menge Silvesterknaller zu zünden und wir am Flussufer schon Zeuge geworden waren, wie einem Mann eine Rakete, die man an einer langen Stange halten musste, während sie abfeuert, aus der Hand fiel und dann in die Menge schoss, entschieden wir uns, nicht bis Mitternacht auf der Straße zu bleiben. Auch die auf dem Foto sichtbare Knallerkette, die ca. hundert Meter den Jonker Walk entlang lief, zu den Häusern abzweigte und teilweise auch die Wände hochlief, bestärkte uns in der Entscheidung. Basierend auf dem Lärm um Mitternacht, der klang als würde die ganze Stadt in die Luft gejagt, waren wir auch ganz froh, nicht mitten im Getümmel zu stehen.
Kulturprogramm
An unserem zweiten Tag in der Stadt wollten wir uns mal etwas der Kultur hingeben und haben das Museum im Stadthuys besichtigt: Da Malakka im Laufe seiner Geschichte sowohl von den Portugiesen, als auch den Niederländern und den Briten besetzt war, ergibt sich ein interessanter kultureller Mix. Die Architektur ist dabei überwiegend niederländisch geprägt und am Red Square im Zentrum der Stadt steht sogar der Nachbau einer kleinen Windmühle. Auf dem St. Paul’s Hill stehen noch die Ruinen einer alten portugiesische Kirche mit niederländischen Grabsteinen.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Kolonialgeschichte der Stadt, haben wir noch die auf Stelzen gebaute Melaka Straits Moschee besichtigt. Die ist soweit ganz hübsch, jedoch ist uns bei einem kleinen Spaziergang entlang des Wassers zum Ersten Mal die unfassbare Menge an Müll aufgefallen, die wir seitdem ständig sehen. Teilweise scheint er vom Meer angespült zu werden. Da es aber auch wenige Mülleimer gibt, bilden sich bei den Mengen an Plastik, die man überall erhält (Tüten über Tüten und Einwegflaschen) alle paar Meter wilde Müllkippen und die Leute (auch Touristen) schmeißen ihren Müll einfach dazu. Das war schon ein bisschen erschreckend.
Fazit
Insgesamt hat uns Malakka dennoch ganz gut gefallen, nicht zuletzt wegen der interessanten Vergangenheit und dem wirklich leckeren Essen! Denn auch am zweiten Abend haben wir uns natürlich weiter durch das Streetfood gefuttert und ich habe endlich eine Melone zum Trinken bekommen. Sehr, sehr lecker!


























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