top of page

Sunny Nelson und Rainy Abel Tasman – Neuseeland Teil 3

  • Autorenbild: Rebecca
    Rebecca
  • 18. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Inzwischen haben wir Neuseeland hinter uns gelassen und die Erlebnisse dieses Beitrags sind schon über drei Wochen her... Aber nach unserem Aufenthalt im Regenwald der West Coast führte unsere Route über den Arthur’s Pass wieder zurück auf die Ostseite der Alpen nach Christchurch, da wir die Stadt ja zunächst hatten auslassen müssen (siehe erster Blogbeitrag zu Neuseeland). Ich wollte Christchurch aber unbedingt noch einmal sehen, da sie bei meinem letzten Besuch vor 13 Jahren nach den verheerenden Canterbury Earthquakes noch in Trümmern lag.


Leider hat sich der Abstecher nicht so ganz gelohnt, da selbst heute das City Centre noch nicht wieder sehr ansprechend gestaltet ist, die Kathedrale (einer der zentrale Anlaufpunkte der Stadt) immer noch nicht wieder aufgebaut werden konnte und die Stimmung in der Stadt insgesamt komisch war. Schön waren jedoch die Fahrt über den spektakulären Arthur’s Pass und die botanischen Gärten in Christchurch. Auch der Vorort New Brighton, in dem wir an den Dünen übernachtet haben, war ganz hübsch und dort konnten wir auch noch kurz bei einem Surfwettbewerb zusehen.


  • Arthur's Pass National Park
  • Arthur's Pass
  • Die Botanic Gardens und einige Gebäude sind wirklich hübsch
  • Hübsche Blumenbeete in den Botanic Gardens
  • Die Kathedrale ist leider immer noch nicht wieder aufgebaut.
  • New Brighton kopiert wohl ein wenig das "echte" Brighton ;-)
  • Street Art in New Brighton
  • Strand in New Brighton

Dennoch haben wir uns am nächsten Morgen recht zügig auf den Weg entlang der Küste nach Norden gemacht und mitten in der schönen kleinen Stadt Kaikoura übernachtet, wo wir die Zeit vor allem am sonnigen Kiesstrand und im Pub verbracht haben. Man muss ja schließlich auch mal die lokale Kultur aufsaugen ;-) Die Route führt dann weiter die Küste entlang, unter anderem am tollen Ohau Point vorbei, wo eine große Fur Seal Kolonie lebt, bei deren Beobachtung wir eine Menge Spaß hatten. Durch die Weinregion Blenheim fuhren wir bis nach Nelson, die Stadt, in der ich 2005 für sechs Monate gelebt habe und in der ein kleiner Stadtspaziergang von unserem Freedom Camping Platz mitten auf einem großen Parkplatz im Zentrum einige Erinnerungen heraufbeschwor, genau wie der Kinobesuch am Abend, das Schwimmen am Tahunanui Beach und der Besuch bei meiner alten Schule. Irgendwie ganz lustig, alles über 20 Jahre später alles nochmal zu sehen.


  • Strand in Kaikoura
  • Kaikoura
  • Frühstück mit Aussicht
  • Fur Seals am Ohau Point
  • Fur Seals am Ohau Point
  • Nayland College in Nelson
  • Tahunanui Beach in Nelson - endlich mal ne Runde im Meer plantschen
  • Unser Campingplatz - Man kann nicht immer tolle Aussicht haben

Von Nelson aus fuhren wir nach Motueka, einer kleinen Stadt auf der anderen Seite der Bucht, wo wir an einem sehr schönen Freedom Camping Platz direkt an einer Flussmündung übernachtet haben. Die Stadt war gleichzeitig unser Sprungbrett in den Abel Tasman National Park. Die Region Nelson / Abel Tasman ist eigentlich für ihre viele Sonnenstunden im Jahr bekannt, leider sollten wir hier etwas Pech haben: Nachdem wir in Nelson und Motueka noch tolles Wetter hatten, konnten wir bei unserer Ankunft auf dem eigentlich großartigen DOC-Campingplatz im Norden des Nationalparks am späten Nachmittag schon nur noch bei starker Bewölkung schnorcheln gehen (trotzdem cool) bevor es dank eines ausgewachsenen pazifischen Tiefs in der Nacht anfing ordentlich zu schütten, was auch für die nächsten 48 Stunden nicht aufhörte.


  • Campingplatz mit Aussicht in Motueka - noch ist schönes Wetter
  • Schnorcheln in Totaranui im Abel Tasman NP
  • Seestern
  • Totaranui Beach - es zieht sich zu

So verbrachten wir den nächsten Tag mit Büchern, Serien und Spielen im Camper und trauten uns nur für einen kurzen Spaziergang – dick eingepackt in Regenhose, -jacke und Stiefel – vor die Tür. Da sich der Aufenthalt nicht weiter lohnte, wollten wir nach zwei Übernachtungen abreisen und hatten uns extra erkundigt, ob die (einzige) Straße, die über 12 km Schotter zum Platz führt, denn sicher zu befahren sei, mussten dann aber leider mitten auf dem Weg feststellen, dass ein Erdrutsch die Straße unpassierbar gemacht hatte. Also hieß es rückwärts fahren, auf der Single Track Road wenden und währenddessen möglichst nicht vom nächsten Erdrutsch erschlagen lassen. Es ging alles gut und so verbrachten wir einen weiteren Tag im Camper. Am Abend wurde das Wetter besser, sodass ein etwas längerer Spaziergang drin war.


Auch wenn wir in diesem beiden Tagen nicht besonders viel erleben konnten, hatten wir großen Spaß mit den Unmengen an Pukekos und Wekas, die auf dem Platz leben und für die die aufgeweichten Wiesen ein Futterparadies darstellten. Die Pukekos sind eher scheu, aber die Wekas, insbesondere Jungtiere, sind ziemlich neugierig und frech und kommen nah an Menschen ran, zerpflücken Mülltüten und mögen alles, was sie öffnen können. Ein herrlichen Schauspiel, was uns gut unterhalten hat, während nicht viel anderes möglich war.


  • Dieser Erdrutsch war uns leider im Weg
  • Wekas und Pukekos untersuchen die Mülltüte einer Wanderin

Da der Regen in der folgenden Nacht endlich komplett aufhörte, konnten wir am nächsten Morgen noch eine kleine Wanderung zur Nachbarbucht machen. Schnorcheln war leider nicht möglich, da die Regenfälle in den Bächen und damit auch in den Uferregionen viel Sediment gelöst hatten und man kaum etwas gesehen hätte. Außerdem war in der Nachbarbucht ein Walkadaver angespült worden, der eventuell Haie anlockt, und daher davon abgeraten wurde, ins Wasser zu gehen. Also machten wir uns auf den Rückweg und übernachteten noch einmal in Motueka, wo wir endlich wieder ein bisschen Sonne sehen konnten. :-)


  • Ausblick im Abel Tasman NP
  • Walkadaver an der Goat Bay
  • Der Regen hat ganz schön tiefe Gräben geschaffen
  • Bucht im Abel Tasman NP

Die letzte Etappe auf der Südinsel bestand in den folgenden 1 ½ Tagen aus einer Fahrt durch die tolle Marlborough Region und einer Kayaktour in den Marlborough Sounds. Diese wunderschöne Region am Nordende der Südinsel ist eine grandiose Landschaft aus verzweigten Wasserarmen mit kristallklarem Wasser, umgeben von recht hohen Bergen. Und die hübsche kleine Hafenstadt Picton, in der die Fähre auf die Nordinsel ablegt, liegt direkt am Queen Charlotte Sound und bietet ebenfalls schöne Ausblicke.

Ein weiteres Highlight: Auf unserer Kayaktour konnten wir große und noch ganz kleine, junge Stachelrochen sehen, sehr beeindruckend!


  • Kayaken in den Marlborough Sounds
  • Diese Bucht versprüht Robinson Crusoe Vibes.
  • Ab durch die Höhle
  • junger Stachelrochen
  • Picton
  • Picton

Mit der Abreise aus Picton um 21 Uhr abends und Ankunft um 1:30 Uhr nachts in Wellington waren nun auch fast vier Wochen in Neuseeland vergangen. Da die Nordinsel des Landes landschaftlich und kulturell ganz anders ist als die Südinsel, waren wir gespannt, was uns dort erwartete :-)

Kommentare


bottom of page